Mentale Gesundheit im Handwerk

Für Handwerksmeister und Handwerksmeisterinnen

Sie sind als Handwerksmeister, Handwerksmeisterin oder Mitarbeiter*in mit Führungsaufgaben die Fachfrau, der Fachmann in Ihrem Gewerk – in Ihrem Handwerk sind Sie zu Hause!

Und Sie wissen, dass Ihre Mitarbeiter*innen Ihr wertvollstes Gut sind. Deshalb möchten Sie die mentale Gesundheit im Handwerk im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagement auf eine solide Basis stellen. Doch die Themen Sucht, Angstzustände und Depression, auch im Hinblick auf Auszubildende, machen Sie etwas unsicher?

Gewiss, diese Krankheiten sind nicht leicht zu erkennen, jedoch steigen die Krankschreibungen zu genau diesen Krankheitsfeldern jedes Jahr an. Bundesweit. Kein Grund zur Sorge! In dieser Situation kann ich Ihnen und Ihren Mitarbeiter*innen mit Führungsverantwortung die Grundlagen und die Vorgehensweise für psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz vermitteln und bei Bedarf Einzelfälle unterstützen, damit Sie in Zukunft präventiv von einer soliden Basis agieren können. 

Bei Fragen rufen Sie mich an unter 0176 – 7038 1649

Werkzeugkoffer - Gesundheit im Handwerk

Präventives psychisches Gesundheitsmanagement - Fallbeispiele

Meine Themen der digitalen Workshop-Reihe der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade sind nachfolgend aufgeführt, und unterstützen das Verständnis eines präventiven psychischen Gesundheitsmangements für die Gesundheit im Handwerk. Um die Vorträge illustrer zu gestalten , verwende ich nach überaus positiven Erfahrungen aus meiner Praxistätigkeit kleine Holzfiguren als Protagonisten, stellvertretend für die Menschen im Betrieb.

Fallbeispiel 1: Von »Blau machen« und »Blau sein« hin zur »Blaupause«

Die Person

Gesundheit im Betrieb - Protagonistin Kim
Kim

Das Thema

Nachfolgende Situationen haben Sie vielleicht in verschiedenen Varianten erlebt: Einer Ihrer Auszubildenden kommt nach dem Wochenende verschlafen, noch nicht wieder ganz nüchtern, am Montagmorgen in die Werkstatt. Oder ein anderes Mal geht er oder sie achtlos mit dem Werkzeug um oder nutzt jede »freie Minute« für das Smartphone. Es scheint, als ob manche junge Erwachsene noch keine Haltung und kein Gespür für ihr Handwerk, für den Betrieb entwickelt haben. Dies stört nicht nur den betrieblichen Ablauf, sondern kann sich auch negativ auf das gesamte Team auswirken. Was können Sie zu tun, damit der betriebliche Ablauf funktioniert? Was wäre für Sie, Ihr Team sinnvoll und wie kann eine Verhaltensänderung bei den jungen Erwachsenen entstehen? Genau um diese Fragestellung geht es in diesem Vortrag!

Ihr Nutzen

In 90 Minuten erhalten Sie einen Einblick, weshalb sich manche junge Menschen schwer damit tun, sich in den Betrieb »einzuleben«. Sie lernen Möglichkeiten kennen, um eine angespannte Situation positiv gestalten zu können, mit dem Ziel einer positiven Veränderung. Damit Ihre betrieblichen Werte vom gesamten Team gelebt und nach außen sichtbar gemacht werden.

Fallbeispiel 2: Unsicherheiten und Ängste - bei richtigem Umgang können sie gute Alltagshelfer werden!

Die Person

Gesundheit im Betrieb - Protagonist Wolfgang
Wolfgang

Das Thema

Nicht nur in Zeiten von COVID-19 plagen uns Ängste und Unsicherheiten. Es sind Fragen wie: Kommt die Ware pünktlich? Bezahlt der Kunde? Kann mein Azubi die ihm gestellte Aufgabe bewältigen? Sind meine existentiellen Sorgen berechtigt? Um einmal die Klassiker zu nennen. Jeder und jede, die einen Betrieb führt, hat eine eigene Strategie entwickelt, um mit diesen Nöten umzugehen. Doch oftmals ist es eher ein »Wegschieben« eben dieser Sorgen, weil es einfach unangenehm ist, sich mit ihnen umfänglich zu beschäftigen. Eine grundlegende Beschäftigung mit Themen, die in einem Unsicherheiten oder Ängste auslösen, erfolgt eher, wenn ein »Wegschieben« nicht mehr möglich ist. Der Vortrag setzt einen Schritt zuvor an: er erklärt, wie Unsicherheiten, Sorgen und Ängste zu guten Alltagshelfern werden können.

Ihr Nutzen

Nach 90 Minuten können Sie zwischen den Abstufungen von Alltagsängsten unterscheiden, und wie aus Ihnen Alltagshelfer werden können. Aber Sie werden auch erfahren, ab welchem Punkt Angst krank machen kann. Die Angst als Alltagshelfer in den betrieblichen Alltag zu holen, fördert einen effektiven und kreativen Betriebsablauf.

Fallbeispiel 3: »Nein« zum Burnout und »Ja« zur Abgrenzung!

Die Person

Gesundheit im Betrieb - Protagonist Thorsten
Thorsten

Das Thema

Burnout – der Klassiker schlechthin. Jede*r weiß etwas, zu diesem Thema zu sagen, hat sich eine eigene Meinung gebildet. Doch trotz mehr als mittlerweile 30 Jahren Aufklärung in dieser Thematik, ist diese immer noch tagesaktuell. Oft wird ein Burnout mit einer Depression gleichgesetzt, was falsch ist, oder es werden andere psychische Auffälligkeiten als solcher betrachtet. Burnout ist der Zustand einer Erschöpfung, die als Folge exzessiver Anforderung an persönliche Energie, Kraft und Einsatzbereitschaft entsteht. Wird ein guter Umgang mit den eigenen Grenzen praktiziert, ist dies bereits ein entscheidender Schritt, sich gegen einen Burnout zu wappnen.

Ihr Nutzen

In 90 Minuten lernen Sie, wie Ihre eigenen Werte und eine gezielte Abgrenzung, einem Burnout vorbeugen können. Sie erfahren den Unterschied zwischen Burnout und Depression und erhalten damit einen Einblick, wie Sie auf einfache Art und Weise präventiv Grenzen im beruflichen Alltag setzen können – ohne Mitarbeiter*innen, Kund*innen und/oder Lieferant*innen vor den Kopf zu stoßen. Auch ist etwas Zeit für eine kleine Fragerunde eingeplant.

Fallbeispiel 4: Veränderung - jeder will sie und doch sind sie nicht immer ganz einfach. Weshalb?

Die Person

Gesundheit im Betrieb - Protagonistin Helga
Helga

Das Thema

Auch wenn wir handwerkliche Gestalter*innen sind, diese Kreativität uns jeden Tag aufs Neue motiviert, heißt das aber nicht zwingend, dass jede anstehende Veränderung uns willkommen ist. Ein paar typische Beispiele: Die Altgesellin will in Rente gehen, der treue und zuverlässige Büromitarbeiter will in die Elternzeit und vielleicht will sich die Senior-Chefin aus dem Betrieb zurückziehen oder der Senior-Chef will eben nicht kürzer treten. Wie können diese Veränderungen, die sich auf den Betriebsablauf durchaus gravierend auswirken, angenommen werden? Wie reagiere ich auf Veränderungen? Welche Möglichkeiten habe ich trotz enormer Anforderungen, eine »positive Energie« zur Gestaltung zu entwickeln, um eine dauerhafte Veränderung zu erreichen? Auf diese Fragen ist der Vortrag zugeschnitten.

Ihr Nutzen

In 90 Minuten erhalten Sie einen Überblick über Fallstricke von Veränderungsprozessen, warum wir Menschen uns so schwer damit tun, Veränderungen zu zulassen und wie nachhaltige Veränderungen gelingen können. Eine kurze Fragerunde schließt den Vortrag ab.